Erfahren Sie, wie aus Rohasche hochwertiger granova Ersatzbaustoff wird, nachdem wir wertvolle Metalle zurück gewonnen haben.

Was geschieht mit den Metallen der HMVA?

Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) ist eine Ressource, die zukünftig in immer größeren Mengen zur Verfügung stehen wird. Unser Ziel ist es, die enormen anfallenden Mengen nicht zu deponieren, sondern sinnvoll zu nutzen.

Recycling und Verwertung

Wir nehmen die Herausforderung an und investieren in Technologien, die werthaltige Bestandteile wie z. B. Eisenmetalle und Nichteisenmetalle zurückgewinnen und den mineralischen Rest so aufzubereiten, dass er als Baustoff im Straßenbau verwandt werden kann. Die Metalle werden recycelt und dem Materialkreislauf im Sinne der Kreislaufwirtschaft zugeführt.

 

Dr. Andreas Bechmann über die Entwicklung der Metallrückgewinnung bei der MAV


"Die Investitionen in Menschen und Technologien tragen Früchte. Wir erzielen immer bessere Quoten bei der Rückgewinnung von NE-Metallen."
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Filmtext

Guten Tag Herr Dr. Bechmann, schön, dass sie sich Zeit für uns nehmen. Wir wollen heute mit Ihnen über Mineralstoffrecycling bei der MAV sprechen, ganz speziell über die Aufbereitung von Hausmüllverbrennungsasche. Was hat sich aus Ihrer Sicht in den letzten 5 bis 10 Jahren in der Branche verändert? Sehen Sie positive Entwicklungen?

Bechmann:
Ja, vor fünf, vor 10 Jahren haben wir begonnen, die…das Metallausbringen unserer Aufbereitung zu verbessern. Wir haben investiert in neue Technik, haben sehr viel ausprobiert und haben festgestellt, es gibt Technik, mit der wir uns extrem verbessern können. Irgendwann sind wir an Grenzen gestoßen und haben dann gesagt, ja jetzt müssen wir uns auch um die Leute kümmern. Weil die Mitarbeiter konnten das gut anwenden, hatten aber nicht das Wissen dafür. Und so haben wir junge Leute eingestellt, Ingenieure, die sich ganz intensiv und systematisch mit der Verbesserung unserer Techniken beschäftigen.

Können Sie uns ein Beispiel geben?

Bechmann:
Wir haben ein Labor eingerichtet, wir beproben jede Woche jeden Metallabscheider, Nichteisen-Metallscheider, machen Analysen, schauen wie viel Metalle sind in den Produkten enthalten, wie sind die Maschinen eingestellt, und optimieren so unsere Prozesse. Unser Ziel ist es, immer mehr zu einem Produktionsprozess zu kommen, um auf Dauer auch gleichmäßige und vorher beschreibbare Materialien sicher produzieren zu können.

Es gibt ja häufig Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von mineralischen Abfällen, dem größten Abfallstrom in Deutschland. Wird das Ergebnis, die aufbereitete Mineralik, im Markt als Baustoff anerkannt?

Bechmann: Die Hausmüllverbrennungsasche, die aufbereitete, der wir ja auch vor einigen Jahren den Namen granova® gegeben haben, weil wir meinen, dass wir eine besondere Qualität produzieren, die ist besser geworden, die ist gleichmäßiger geworden. Die Anerkennung, hinter der laufen wir immer noch hinterher, aber das macht die ganz Branche. Da kann man glaube ich in Deutschland so gut arbeiten, wie man will. Die Anerkennung für so ein Material, die bleibt einem erstmal versagt. Es gibt Einschränkungen, die auch sicherlich richtig sind, wo man das Material einsetzen darf. Wir informieren unsere abnehmenden Bauunternehmen, wir schulen diese Bauunternehmen und die Mitarbeiter der Unternehmen und hoffen so in Zukunft auch eine bessere Akzeptanz erreichen zu können.

Sehr viele Unternehmen sprechen von Nachhaltigkeit und vermarkten Ihre Tätigkeiten unter dieser Überschrift. Welche Schritte unternimmt Ihr Unternehmen in Bezug auf dieses Thema? Ist die MAV ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen, produzieren Sie nachhaltige Produkte?

Bechmann:
Das ist .. Das Wort wird ja doch ziemlich, will nicht sagen missbraucht, aber doch sehr intensiv gebraucht, um sich irgendwo darzustellen. Ich glaube, wir leisten da einen Beitrag zu, weil die Aufbereitung von Müllverbrennungsaschen ist in der Kette der Kreislaufwirtschaft schon eine wichtige, ein wichtiger Prozess. Und die Stoffe, die in der Müllverbrennungsasche verbleiben, die holen wir zurück. Und insofern leisten wir einen Beitrag. Ich habe so in meinen persönlichen Bekanntenkreis habe ich immer so die Geschichte, dass ich so versuche zu erklären, was wir hier so tun, und dann sage ich, die Aluminium-Kaffeekapseln, die ihr vielleicht fälschlicherweise in die graue Tonne werft – wir holen sie wieder heraus. Und irgendwann bin ich mal hier in den Betrieb gegangen und habe gesagt „stimmt das eigentlich, was ich da erzähle?“ und 10 Minuten später hatte ich ein Glas mit kaputten, ausgebrannten Kaffeekapseln in der Hand. Und insofern bin ich davon überzeugt, dass wir von diesen Stoffen auch 100% auch wieder herausholen inzwischen. Und das ist glaube ich schon ein sichtbarer Beitrag zur Nachhaltigkeit, weil dieses Aluminium kann ja wieder eingesetzt werden dann.

Herr Dr. Bechmann, wenn Sie einen Blick in die Zukunft wagen – was wird sich in den nächsten drei bis fünf Jahren im Markt und in Ihrem Unternehmen verändern? Können Sie abschätzen, welche Entwicklungen zu erwarten sind und worauf sich die Branche einstellen muss?

Bechmann:
Also, wie ich eben schon sagte, wir werden immer mehr zu produzierenden Unternehmen. Wir müssen unsere Qualitäten, die wir erzeugen, ob das jetzt im Metallsektor ist oder im Schrottbereich, wo wir die Eisenmetalle wieder zurückgewinnen, oder auch eben im Baustoffbereich, also granova®, diese Qualität müssen wir weiter verbessern, weiterentwickeln, Forschung betreiben, wir haben in den vergangenen Jahren auch einiges an Forschungsarbeiten geleistet, und Forschung betreiben für alternative Einsatzmöglichkeiten.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Dr. Ulrike Kalthof erläutert den Weg von der Rohasche zum Ersatzbaustoff


„Unsere Ingenieure haben eine Reihe von Aufbereitungsstufen entwickelt, um Nichteisenmetalle wie Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel und Zink aus der Asche zu gewinnen.“
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Filmtext

"Wir stehen hier vor dem Austrag der Rohaschenaufbereitung der MAV. Die Aufbereitung dieser Rohaschen findet in mehreren Stufen statt. Die erste Stufe ist dabei ein Trommelsieb, bei dem die eigentliche Asche von groben, steinigen Bestandteilen und auch groben Schrotten getrennt wird.

Die zentrale Aufbereitung der Asche findet innerhalb der Halle statt. Hier werden über mehrere Siebstufen und Magnete wiederum Eisenmetalle magnetisch abgeschieden und Nichteisen-Metalle sowie Aluminium, Nickel, Kupfer, Blei über sogenannte Wirbelstromabscheider abgeschieden.

Gleichzeitig nutzen wir einen Windsichter. Das ist eine Art Staubsauger, um Restmüllpartikel aus der Asche abzusaugen.

Das fertige Produkt tragen wir hier über das Förderband und den nachgeschalteten Absetzer auf eine Halde aus, von dieser Halde findet dann auch der anschließende Versand der Baustoffe statt.

Das, was wir hier sehen, ist ein nach allen nationalen und auch nach internationalen Regeln güteüberwachtes Produkt, das wir in den vergangenen Jahren auch erfolgreich in deutsche Erd- und Straßenbauprojekte vermarkten konnten."

 

NEU: MERIT®

MERIT®-Technologie

Mit unseren neuen Verfahren erhöhen wir die Rückgewinnung von NE-Metallen aus Rostaschen der Müllverbrennung. > erfahren Sie mehr